Vereine und Ehrenamt: Lauenburg arbeitet an neuer Förderrichtlinie

10.10.2026

Lauenburgs Vereine und Ehrenamtliche sollen verlässlicher unterstützt werden. Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur berät neue Grundsätze für die Vereinsförderung, ein Richtlinienentwurf soll bis Ende 2026 vorliegen. Parallel wird eine Ehrenamtskoordination aufgebaut.

Ob Sport, Kultur, Jugendarbeit oder Nachbarschaftshilfe: Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre Lauenburg ärmer. In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Kultur am 8. September 2026 standen deshalb gleich mehrere Themen rund um Vereine und Ehrenamt auf der Tagesordnung.

Neue Grundsätze für die Vereinsförderung

Beraten wurden die Grundsätze für die Vereinsförderung (Vorlage 2026/201). Diskutiert wurden unter anderem eine Antragsfrist zum 30. September und Entscheidungen im Einzelfall. Gegen eine Verteilung nach dem Gießkannenprinzip gab es Einwände. Die Beratung wird fortgesetzt, bis Ende 2026 soll ein Entwurf für eine Richtlinie vorliegen.

„Unsere Vereine brauchen vor allem Planungssicherheit. Eine klare Richtlinie mit festen Fristen und nachvollziehbaren Kriterien schafft Verlässlichkeit für alle, die Verantwortung in einem Verein übernehmen“, sagt der CDU-Ortsvorsitzende Darius Brackmann.

Ehrenamtskoordination als zentrale Anlaufstelle

Außerdem wird in Lauenburg eine Ehrenamtskoordination aufgebaut. Sie soll zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle sein und bündelt bereits rund 45 Angebote. Wer sich engagieren möchte, findet so leichter den passenden Platz, und Vereine finden leichter Unterstützung.

Weitere Berichte aus dem Ausschuss

  • Die neue Amtsleitung, Frau Jahic, hat sich im Ausschuss vorgestellt.
  • Das Ferienprogramm umfasste in diesem Jahr 53 Aktivitäten für Kinder und Jugendliche.
  • Beraten wurde außerdem über die Finanzierung der Volkshochschule.

Fördern mit Augenmaß

Die Stadt steht finanziell unter Druck, und auch freiwillige Leistungen kommen auf den Prüfstand. Für die CDU gilt: Förderung soll nach Wirkung und Bedeutung bewertet werden, nicht pauschal gekürzt. „Gerade wenn das Geld knapp ist, muss jeder Euro dort ankommen, wo er für das Miteinander in unserer Stadt am meisten bewirkt. Das Ehrenamt ist dafür ein besonders gutes Beispiel“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Haase.

Die CDU-Fraktion wird die weitere Beratung der Förderrichtlinie konstruktiv begleiten. Vereine, die Anregungen dazu haben, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.